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Focus Online  28.01.2013

Nuklearanlage Fordow In 90 Metern Tiefe tüftelt der Iran an der Atombombe


FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/iran/tid-29235/tid-29236/nuklearanlage-fordow-in-90-metern-tiefe-tueftelt-der-iran-an-der-atombombe_aid_907451.html

Das massive Felsgestein unter dem iranischen Dorf Fordow birgt ein dunkles Geheimnis. In einem 90 Meter tiefen Stollen betreibt das Regime in Teheran eine lange versteckt gehaltene Anlage für sein umstrittenes Atomprogramm. Doch eine Explosion im Stollen könnte das ganze Projekt gefährden.

 

Das Felsgestein um die iranische Stadt Fordow gleicht einem Bunker. Die Atomanlage südlich der Hauptstadt Teheran ist hermetisch abgeschirmt, die Stollen, die in den Berg führen, sind tief in die Erde getrieben. Die Iraner haben die Anlage nahe der heiligen Stadt Kom abgeriegelt. Sie ist das Herzstück des iranischen Atomprogramms. Das Regime wollte sich damit offenbar unverwundbar machen gegen die Angriffe, die vor allem Israel immer häufiger androht. Denn selbst bunkerbrechende Waffen prallen an diesem durch massives Felsgestein geschützten Bunker einfach ab.

In Fordow setzt Teheran seine ganze Hoffnung für das Nuklearprogramm – und bereitet dem Westen und vor allem Israel schlaflose Nächte. Wissenschaftler arbeiten dort seit 2011 daran, hoch angereichertes Uran herzustellen. In Fordow soll es möglich sein, den Brennstoff dreimal so schnell auf 20 Prozent anzureichern wie bisher, schreibt die Internationale Atomenergiebehörde IAEO in ihrem Bericht.

135 Kilogramm angereichertes Uran lagern in Fordow

Besonders dieses hoch angereicherte Uran macht dem Westen Sorgen. Denn von dieser Stufe ist es verhältnismäßig einfach, den Brennstoff noch höher anzureichern, das dann in Atombomben verbaut werden kann. Die IAEO schätzt, dass der Iran derzeit über 135 Kilogramm verfügt. In Fordow arbeiten die Wissenschaftler mit über 2700 Zentrifugen an der Anreicherung. Das ist mehr als ein erster Schritt hin zur Atombombe. Für deren Produktion bräuchten die Iraner etwa 250 Kilogramm Uran, das auf 90 Prozent angereichert werden müsste.

Die Behörde vermutet zwar, dass weiterhin nicht ausgeschlossen werden könne, dass „sämtliches nukleares Material im Iran friedlichen Zwecken“, dienen sollte. Dennoch untergrabe das Regime in Teheran immer wieder „ernsthaft“ die Kontrollen, kritisiert die IAEO. Was also wirklich vorgeht in Irans Atomanlagen, liegt im Dunkeln.

Fordow soll stark beschädigt worden sein

Der Iran-Experte Reza Khalili spekuliert darüber, dass die für Teheran wichtige Uran-Produktionsstätte in Fordow durch eine Explosion massiv beschädigt worden sei. Als Quelle beruft er sich auf einen ehemaligen Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes.

Hat Khalili Recht, so ist es ein schwerer Rückschlag für das iranische Regime. Die Explosion, die sich am vergangenen Montag, also ausgerechnet einen Tag vor der israelischen Parlamentswahl, ereignet haben soll, könnte etwa 200 Menschen tief unter der Erde von der Außenwelt abgeschnitten haben.

Khalili veröffentliche seinen Bericht am vergangenen Donnerstag auf der konservativen amerikanischen Nachrichtenseite „WND“. Khalilis Quellen sind teilweise unklar, doch ein Bericht der „Welt am Sonntag“ legt nahe, dass es in Fordow tatsächlich eine Explosion gegeben haben könnte. Die Zeitung berichtet von einem zweiten Iran-Experten, der den Vorfall in dem Stollen bestätigt.

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