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Am Freitag, dem 4.07.2014 hat Nuri al-Maleki angekündigt, dass er an der Macht bleiben will. Das ist der Wunsch der Mullahs im Iran und auch der von Baschar al-Assad in Syrien, aber das entspricht allen Realitäten der politischen Verhältnisse im Irak. Was heute in Irak passiert, ist nur eine Quittung der Politik von Nuri al-Makleki. Maleki hat in seinen Jahren zwei Sachen hartnäckig durchgeführt:

•    Unterdrückung der Sunniten

•    Vernichtung und Unterdrückung der iranischen Opposition im Irak

 

Das barbarische Vorgehen der Regierung in Bagdad hat Tausende Opfer hinterlassen.

Hunderttausenden Menschen, die Maleki nicht akzeptieren konnten, wurde ein Etikett angeheftet: „Terrorist“. Dann wurden diese Menschen den Henkern der Maleki-Regierung regelrecht ausgeliefert.

Die Gefängnisse wurden immer voller von Sunniten und Schiiten, die Maleki nicht dulden konnten.

Systematisch wurden die Sunniten geschlachtet und ihre Stammesführer ermordet. Die iranische Opposition in Camp Aschraf und Liberty wurde mehrmals angegriffen und massakriert. Alles auf Befehl aus dem Iran.

Alles geschah vor den Augen der US-Regierung. Die USA haben eine sehr schwache Rolle in den politischen Auseinandersetzungen gespielt. Durch solche Politik wurde der Irak dem Iran in die Hände gespielt.

Die Milliarden Dollar Ausgaben und die mehr als 4000 von den USA im Irak Getöteten haben nur zu einem geführt: zur Verbreitung des Einflusses der Mullahs im Irak. Die Mullahs mischen sich nicht erst jetzt in die inneren Angelegenheiten des Irak ein, sondern sie sind schon längst da.

Das Land liegt im Kreuzfeuer der stärksten Macht in der Region. Islamische Länder wie die Türkei, Saudi-Arabien und Ghatar konnten nicht die Augen schließen und die Vernichtung der Sunniten nur tatenlos geschehen lassen.

Zurzeit ist der bisherige Irak in drei Länder zerfallen: den Norden, der von Kurden bewohnt wird, das sunnitische Gebiet im Norden und Westen und den Osten und Süden, wo Schiiten leben.

Es ist klar, dass keine Annäherung mit Maleki zustande kommen kann. Er ist schuld an der heutigen Situation und weiß sehr gut, dass man ihn und seinen Sohn, wenn er nicht mehr Premierminister ist, wegen der Tötung so vieler Menschen vor Gericht stellen wird.

Das hat John Kerry Maleki ausdrücklich gesagt. Er hat ihn aufgefordert zu gehen. Mit ihm wird alles nur schlimmer. Die USA wollen jetzt einen neuen Regierungschef, aber der Iran will Maleki behalten.

Was ISIS, diese Terrororganisation, angeht, diese Kämpfer sind nicht die Hauptkraft der Opposition im Irak. Die Kämpfer der Stämme haben die Überhand. Natürlich gehen sie zugleich mit den ISIS-Leuten gegen ihren Feind Maleki vor, aber die Sunniten im Irak haben keine Sympathie für ISIS und wollen sich nicht mit ihnen vereinigen. Über ISIS selbst sagen viele, auch diese Organisation werde von den Mullahs im Iran unterstützt, um die Präsenz der Mullahs im Irak zu erhalten. ISIS verkauft sein Öl dem Regime von Assad.

Mit Malikis Erklärung, an der Macht bleiben zu wollen, rückt das Drei-Länder-Szenario näher. Geht die Entwicklung in diese Richtung, wird die gesamte politische Karte im Mittleren Osten wieder verändert. Klar ist nur, dass mit dieser Möglichkeit, die auch die Bildung eines weiteren rein-schiitischen Landes enthält, eine neue Gefahr für die ganze Region entsteht, die nur wieder mit Krieg bekämpft werden könnte. Die Folge für normale Menschen in Europa: steigende Ölpreise.

Mohammad Moshiri

Deutsch-Iranischer Dichter und  Schriftsteller in Berlin

www.diezeitbruecke.de

Berlin, 6.07.2014

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