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Es gibt fast 4.3 Millionen Bürger in Deutschland, die an den Islam glauben. Das sind mehr als die gesamten Bewohner einiger europäischen Länder. Was für eine Rolle sie in Deutschland spielen können, darüber wird zur Zeit diskutiert. Manche wollen ihnen nicht die Möglichkeit geben, sich für Deutschland einzusetzen und sich für das gemeinsame Schicksal stark zu machen.

 

Andere räumen ihnen das Recht ein, sich für politische Ziele einzusetzen und unterstützen sie dabei. Natürlich stellen die Muslime zur Zeit als Wählerinnen und Wähler eine erhebliche Kraft in Deutschland dar. Es gibt wohl einige Bundestagsabgeordnete im Bundestag, die dem Islam angehören, die meisten von ihnen sind aber nicht mehr aktive Muslime.

Es gibt viele muslimische Unternehmer in Deutschland. Sie zahlen Steuern wie alle anderen, viele von ihnen fühlen sich aber benachteiligt.

Aber auch sehr viele fühlen sich von der Politik unter Druck gesetzt und beklagen sich, sie würden in Gesellschaft und Politik ausgegrenzt. Sie sagen: "Die Deutschen wollen uns nicht, warum sollen wir sie lieben?" Sie haben keine Hoffnung, dass sie sich in der Gesellschaft behaupten können, weil die Politik sie, wie sie meinen, nicht will …

Sollen die Muslime hier ihre eigene Partei gründen oder können sie hoffen, dass sie in den bestehenden Parteien den Weg dahin finden werden, sich für die Interessen der Bürger islamischen Glaubens einzusetzen?

Viele sagen: „Nein, es gibt keine richtige Partei, in der wir solch einen Platz finden könnten.“

Manche sagen: „Ja, aber man sollte sich in der Gesellschaft für ein breiteres Spektrum von Interessen einsetzen und sich nicht immer über die Benachteiligung der Muslime in der Gesellschaft und Politik beschweren, ohne etwas dagegen zu tun.“

Vielleicht kann man daran erinnern, dass ich vor drei Jahren in einem Artikel diese Frage schon einmal gestellt habe. Kommentaren zu meinem Artikel habe ich damals entnommen, dass viele Deutsche meinen, man sollte sich als Muslim in der Politik einsetzen und die heutigen Parteien könnten die Interessen der Muslime sehr wohl vertreten.

Ich bin davon überzeugt, dass uns als deutschen Muslimen niemand auf goldenem Tablett die Möglichkeit geben würde, uns in der Gesellschaft zu behaupten. Wir sollten uns immer mehr für die Sorgen der Gesellschaft einsetzen und zeigen, dass wir auch aktive Bürger sind, denen das Schicksal des Landes nicht egal ist. Als Schriftsteller weiß ich, dass viele Missverständnisse zwischen den Menschen so beseitigt werden und der Weg für ein Nebeneinander in Frieden frei wird.

Aber die Politik in Deutschland muss sich auch aktiver für die Beseitigung der Benachteiligung der Muslime stark machen. Man weiß sehr gut, wie diese Bürger hier im "Land der Demokratie" benachteiligt werden. Ich sehe es jeden Tag in Berlin.

Ich habe mich seit 2005 stark für die Annäherung der Bürger verschiedener religiöser und kultureller Herkunft eingesetzt, weil ich glaube, dass der Mensch dazu fähig ist, die anderen auch als Menschen zu sehen und das, was ihm für sich und seine Familie gut scheint, auch anderen Menschen zu gönnen, egal wie sie aussehen und was sie glauben.

Ich habe einige Bücher in Deutsch veröffentlicht. Ich schreibe jetzt mehr Artikel in Deutsch als in Persisch, aber ich weiß, wie schwer der Weg für einen Bürger mit ausländischen Wurzeln ist. Ich habe alles ohne Unterstützung der Politik gemacht und mein Ziel, mit meiner Arbeit Brücken zu bauen, verfolgt. Mein Weg war so schwer, dass man sich immer die Frage zu stellen hatte: Warum machst du weiter? Mit dem Geld, das du hier ausgibst, kannst du ein besseres Leben für dich selbst haben. Aber ich kann versichern: Wenn man sich einsetzt, findet man viele gute und liebe Freunde in Deutschland an seiner Seite.

Ich glaube und bin überzeugt, dass Deutschland nur mit allen seinen Bürgern eine Zukunft in der Welt haben und erreichen kann, was für uns alle gut ist. Wir müssen die Zukunft des Landes sichern. Das ist nur durch gemeinsame Arbeit möglich. Lasst den Glauben bestehen, dass jeder mit seiner Individualität gebraucht wird. Das muss von den Politikern vorausgesetzt und der Glaube daran muss in den Medien gestärkt werden. Natürlich müssen wir uns in mancher Hinsicht anpassen. Wer sich nicht anpasst, kann in der Zukunft nur jammern. Die Welt ändert sich, man soll sich anpassen. Mit offenem Herzen, das ist der Schlüssel am Ende.

Mohammad Moshiri

Berlin 9.05.2014

www.diezeitbruecke.de

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