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52 iranische Dissidenten waren bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in einem irakischen Flüchtlingslager ums Leben gekommen. Der Irak und die Uno haben nun mit Untersuchungen der genauen Todesumstände begonnen. Ein Flüchtlings-Sprecher sprach von einem "Massaker".

 

Bagdad - Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen in einem irakischen Flüchtlingslager haben der Irak und die Uno Untersuchungen zur Aufklärung eingeleitet. Ein irakischer Behördenvertreter bestätigte unterdessen am Montag die Höhe der Opferzahl. 52 Leichen wurden demnach in dem Lager gefunden.

Der Sprecher einer iranischen Exil-Oppositionsgruppe hatte der irakischen Armee vorgeworfen, ein "Massaker" in dem Lager angerichtet zu haben. Am Montag besuchte eine Untersuchungskommission der Uno das Flüchtlingscamp. Mit weiteren Informationen sei aber nicht vor dem Ende der Woche zu rechnen, sagte eine Sprecherin der Uno-Mission im Irak.

Nach den USA verurteilte auch Frankreich den Gewaltausbruch und forderte eine unabhängige Untersuchung. Die Menschenrechteorganisation Amnesty International warf den irakischen Behörden vor, in der Vergangenheit Angriffen gegen Lager der Exil-Iraner nicht gründlich untersucht zu haben.

Im vergangenen Jahr wurde sie aus ihrem alten Standort in ein neues Lager umgesiedelt, in die nur einen halben Quadratkilometer große frühere US-Militärbasis Camp Liberty. Im Februar wurden bei einem Granaten- und Raketenangriff auf dieses Campnahe der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens acht Menschen getötet. In einer Abmachung zwischen dem Irak und der Uno wurde die Aussiedlung von rund 3000 iranischen Flüchtlingen vereinbart.

Seit dem iranisch-irakischen Krieg von 1980 bis 1988 gibt es iranischer Flüchtlinge im Irak. Sie wurden vom ehemaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein dabei unterstützt, Angriffe auf das Nachbarland vorzubereiten. Nach der Intervention der USA im Jahr 2003 wurden die Mitglieder der Volksmudschaheddin entwaffnet.

Die überwiegend schiitische Regierung des Irak, die nach dem Sturz Saddams die Macht übernahm, ist auf die politische Unterstützung Irans angewiesen und sieht die Anwesenheit der Gruppe kritisch. Die Vereinten Nationen beabsichtigen, den Mitgliedern der Gruppe den Flüchtlingsstatus zuzuerkennen, damit sie ins Ausland gebracht werden können und sucht derzeit Exilländer für sie. Im Juni nahm Albanien 71 von ihnen auf, Deutschland sagte die Aufnahme von einhundert Iranern aus dem Irak zu.

lei/afp

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